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Kleine Auer Kirchengeschichte

Auf dem
Mariahilfplatz – früher hieß er Rasenplatz – standen vor dem Bau der
heutigen Mariahilfkirche drei Kirchen:
| Die Heilig-Kreuz-Kapelle (rechts im Bild) seit 1466. Sie wurde an der Stelle errichtet, wo im Jahr 1463 Die Fluten eines Hochwassers ein Feldkreuz angeschwemmt hatte. 1817 wurde sie abgerissen. | |
| Die Kirche St. Karl Borromäus des Paulanerklosters (im Hintergrund) seit 1625. Die Paulaner waren die Seelsorger der Auer Bevölkerung. 1902 wurde sie zum Amtsgericht umgebaut. | |
| Die alte Mariahilf-Kapelle (links im Vordergrund) seit 1629. Sie beherbergte das Gnadenbild. 1840 wurde sie abgerissen. |
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„Pfarrkirche
wurde 1799 nach der Säkularisation die Maria-Hilf-Kapelle am Rasenplatz,
jetzt Maria-Hilf-Platz genannt. Der Edle Sebastian von Rothon (= Rottaw)
aus Lothringen, von Jugend auf am Hof aufgewachsen, hatte, wie die
Tradition berichtet, 1629 in Paris eine schöne, viel verehrte
Marienstatue zum Geschenk erhalten, zu deren Verehrung er neben der
Kreuzkapelle 1629 ein Kirchlein erbaute. Es wurde den Paulanern überlassen
und 1639 zu Ehren Mariens eingeweiht. Diese dritte Kirche der Au, auch als Wallfahrtskirche hochgeschätzt, war bei der stets wachsenden Bevölkerung und der Bedeutung der Au längst zu klein geworden. Die alte Maria-Hilf-Kirche war so ruinös und eng, dass ein großer Neubau drängte. 1817 wurde zunächst ein neuer Gottesacker angelegt, 1828 von der Gemeinde der Maria-Hilf-Platz gekauft. Am 28. November 1831 endlich wurde am Geburtsfest des Kronprinzen Maximilian der Grundstein zu der von Joseph Daniel Ohlmüller erbauten (vierten) Kirche gelegt. 1832 Errichtung des Dachstuhls, 1833/34 der Fassade; am 25. August 1837 Enthüllung des Turmkreuzes. Die feierliche Kirchweihe nahm am Ludwigstag (am 25. August) 1839 Erzbischof Lothar Anselm von Gebsattel vor. Die Innenausstattung erfolgte in kurzer Zeit. König Ludwig hatte 100 000 Gulden und die Glasgemälde gestiftet, die übrigen Baukosten trugen Konkurrenzen und die opferfreudige Gemeinde. Nach Abbruch der alten Kirche 1840 wurde das marianische Gnadenbild in die neue Pfarrkirche übertragen. Obwohl die Verehrung in der Aufklärungszeit zurückgegangen war, bestand die Pfarrgemeinde dem König gegenüber darauf, dass die neue Pfarrkirche den Namen „Maria Hilf“ erhielt.“ Das
Gnadenbild „Maria Hilf“ befindet sich heute noch in der Pfarrkirche
und wird in Sorgen und Nöten angerufen auch in Schulnöten. Von ihm
leitet sich letztlich unsere Schulanschrift „Mariahilfplatz“ her. |

Mariahilfplatz um 1839:
neben der Mariahilfkirche im neugotischen Stil ist noch die alte
Mariahilfkapelle zu sehen
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Im
2. Weltkrieg wurde die Kirche durch Bomben zerstört
Nur der Turm und die Außenmauern blieben stehen
Aus
den Ruinen wurde die Kirche neu erbaut und am 13. 9. 1953
wieder
geweiht